In dieser Ausgabe:
Das Porträt: Datamatters aus Köln, der Baum, mit dem Schulklassen chatten, und die Frage, ob Smart City Spaß machen darf.
Und sonst so? Weitere Datenprojekte im Kurzüberblick, von Gieß den Kiez bis Urban Stack, und was nach der Förderung bleibt.
Was mir diese Woche aufgefallen ist: Deutschland-App, ITZ Bund, PHP-Lücke in den Rathäusern und ein paar Dinge mehr.
In eigener Sache: Bitte beantwortet mir eine Frage.

Bild: Aaron Leithäuser
TEIL 1 · DAS PORTRÄT
In Neuss gibt es Schulklassen, die mit einem Baum chatten. Als Daniel Trauth mir das erzählt hat, musste ich erst mal lachen. Trauth ist einer der Gründer des Kölner Unternehmens Datamatters. Aber: An dem Baum ist ein Sensor, der Sensor hängt an einer App, und die Kinder können fragen, wie es dem Baum gerade geht. Durstig? Na, dann wird eben gegossen. Trauth sagt, so etwas mache ihn glücklich, weil die Kinder dabei etwas lernen und er einer Stadt dabei geholfen hat, etwas in ihren Abläufen besser zu verstehen. Ich glaube, da steckt noch mehr drin, aber dazu gleich.
Willkommen zu einer neuen Ausgabe von PAPIERSTAU, dem Newsletter über die Unternehmen, die die Verwaltung, und in diesem Fall die Kommunen, digitalisieren. Heute geht es um Datamatters aus Köln und um die Frage, ob Smart City auch Spaß machen darf. Viel Spaß!
Bevor es weitergeht, noch ein Einschub: In jeder Ausgabe von PAPIERSTAU steckt Arbeit. Recherche, Schreiben, Korrekturlesen, all das. Mein Ziel ist es, diesen Newsletter als einen weiteren unabhängigen Kanal zur Berichterstattung über die Verwaltung und kommunale Digitalisierung aufzubauen. Das geht auf Dauer nur mit Geld. Ihr findet hier deshalb Möglichkeiten, ein Abo abzuschließen. Solltet ihr zudem jemanden kennen, der zum Jahresende noch ein bisschen Werbebudget herumliegen hat und in eine spannende Zielgruppe funken will – hit me up. Besten Dank und jetzt aber wirklich: Viel Spaß beim Lesen!
Smart City ist hier bei PAPIERSTAU bisher etwas kurz gekommen. Ich habe mich auf Govtech konzentriert. Das hat auch einen Grund: Smart City ist ein Wort, bei dem viele innerlich inzwischen gleich abwinken. Zu viele Förderprogramme, zu viele bunte Folien, vielleicht zu wenig, das sich am Ende in der Realität niederschlägt. Dabei geht es um etwas ziemlich Handfestes: ob die Stadt vor Ort funktioniert. Ob der Mülleimer an der Bushaltestelle überquillt, ob die Bäume den Sommer überstehen, ob in der Fußgängerzone noch was los ist. Ich sage oft: Wir alle wohnen nicht in der Bundesrepublik Deutschland, sondern in Kommunen. Heißt: Wenn da was nicht klappt, merken wir es zuerst. Das Thema ist also wichtig, nach wie vor. Der Name, na ja, an dem kann man halt noch mal arbeiten.
Trauth, um den es in dieser Ausgabe geht, kenne ich schon eine Weile. Im vergangenen Jahr habe ich ihn für Tagesspiegel Background interviewt, damals ging es um Mülleimer in Hürth, die melden, wenn sie voll sind. Damals hatte ich das Thema aufgeschrieben, ich glaubte, dass auch diese vermeintliche Kleinigkeit erzählt werden musste. Der Bürgermeister war, so hat es Trauth erzählt, zu ihm gekommen und hat gesagt: „Herr Trauth, ich will eine saubere Stadt.“ Ich betone das hier, weil es ein wichtiger Punkt ist: Er hat nicht gesagt, dass er sparen will. Die Geschichte geht dann so, dass Trauth und sein Team jedem Mülleimer eine Minipersönlichkeit gegeben haben. Das gibt dann schon einen ersten Hinweis darauf, wie dieser dann zu leeren ist. Das ist mir hängen geblieben, auch weil der chattende Baum in Neuss im Grunde die Fortsetzung davon ist.
Ein urbanes Betriebssystem
Das Herzstück dessen, was Datamatters verkauft, heißt UrbanOS, und Trauth erklärt es mit Windows XP: Ein Betriebssystem löse erst mal kein echtes Problem, damit schließe man nur Tastatur und Drucker an. Bei UrbanOS sind es Sensoren, die, überall in den Städten verteilt, angeschlossen werden. Die eigentliche Arbeit machen die Apps obendrauf. Dafür gibt es seit diesem Jahr einen App-Store: Starkregen, Grünpflege, verstopfte Sinkkästen. Die Müll-App zeigt dem Bauhof jeden Tag die hundert vollsten Mülleimer, die Grünflächen-App die hundert trockensten Bäume. Am besten läuft gerade Citypulse, eine Zählung der Passanten in der Innenstadt, etwa in Dülmen, Neuss und Grevenbroich. Will eine Gemeinde Leerstand in der Innenstadt vermeiden, hat sie nun ein Argument an der Hand, warum jemand einen Laden in einer Gegend mieten sollte.
Schön muss es auch sein
Was mir bei Datamatters schon beim ersten Mal aufgefallen ist: Die Dashboards sehen gut aus. Das klingt nach Nebensache, ich finde aber, das ist es nicht. Viele Städte haben irgendwo ein Dashboard, das ihnen, wie Trauth sagt, „500 Balken an den Kopf wirft“, und dann muss jemand selbst versuchen, herauszufinden, ob der Fluss gerade zu hoch steht. Das nutzt keiner gern. Die Leute in den Ämtern müssen ihre Projekte außerdem im Rat verkaufen, da hilft eine Grafik, die man versteht.
Und das gilt erst recht, wenn die Bürgerinnen und Bürger mitmachen sollen. In Neuss baut Datamatters gerade eine Stadt-App, über die man im Sommer aufgerufen werden kann, durstige Stadtbäume mitzugießen. Ein bisschen Spiel, ein bisschen Mitmachen. Wenn Smart City nur im Rathaus stattfindet, bekommt draußen niemand mit, wofür die Sensoren eigentlich da hängen. Beeindruckt sind die Leute übrigens auch, wenn das Team in Warnwesten aus seinem „komischen Transporter“ steigt, sich in Grevenbroich in den Fluss stellt und den Sensor an die Brücke schraubt.
Was ich davon halte:

Ich freue mich, dass ihr hier seid.
Stellt euch vor, das hier wäre eine Bezahlschranke. Ist es nicht, ihr könnt einfach weiterscrollen und lesen, die Ausgabe bleibt weiterhin frei zugänglich. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr hier ein Abo abschließt, damit ich PAPIERSTAU weiter ausbauen kann.
Ich mag, dass Datamatters dort unterwegs ist, wo selten jemand hinschaut, in Städten zwischen 20.000 und 150.000 Einwohnern, im Schatten der Großstädte, wie Trauth sagt. Und ich mag den Gedanken, dass Smart City auch Spaß machen darf. Ob ein chattender Baum am Ende mehr bewirkt als ein Gießplan, weiß ich nicht. Aber er sorgt dafür, dass jemand hinschaut. Und es geht eben auch darum, welche Geschichte von der kommunalen Digitalisierung wir erzählen.
Und das ist ein großer Teil dessen, was ich aus dem Gespräch mitnehme. Smart City hat ein Imageproblem, das habe ich oben schon geschrieben: viele Folien, wenig, das man draußen auf der Straße sieht. Wenn sich aber eine Schulklasse um ihren Baum kümmert, weil er in der App Durst meldet, oder in Neuss bald Leute mit der Gießkanne losgehen, weil die Stadt-App sie darum bittet, dann bekommt das Thema plötzlich ein Gesicht.
Heißt für mich: Gutes Design und ein bisschen Spiel sind mehr als Verpackung. Sie können dafür sorgen, dass Menschen überhaupt mitbekommen, was in ihrer Kommune passiert, und dass die Leute im Amt ihr Projekt im Rat erklären können, ohne dass alle bei Balken Nummer 500 aussteigen. Ob das am Ende auch reicht, wenn der Kämmerer fragt, was es bringt, weiß ich noch nicht. Aber es ist ein Anfang, finde ich.
Weiterführende Links:
Datamatters, die Website des Unternehmens.
Mein Interview mit Daniel Trauth bei Tagesspiegel Background über die Mülleimer in Hürth.
Meine erste Ausgabe über Civitas Connect und das Vereinsmodell.
TEIL 2 · KURZÜBERBLICK
Und sonst so? Weitere Datenprojekte im Kurzüberblick
Stadtbäume, Fußgängerzonen, Bäche, Mülleimer: Natürlich gibt es auch anderswo Datenprojekte. Hier ein kleiner Überblick, wer was macht und was es bringt. Das Format ist neu bei PAPIERSTAU.
Wer was macht:
Stadtbäume: In Berlin zeigt Gieß den Kiez des Citylabs über 962.000 Bäume auf einer Karte. Wer will, adoptiert einen und trägt ein, wann gegossen wurde. Ganz ohne Sensor, mit Wetterdaten und offenem Code. Leipzig und Magdeburg haben es übernommen. In Kornwestheim probieren die Stadtwerke seit 2020 einen Mittelweg: nur einzelne Bäume mit Sensor, der Rest wird über ein Modell hochgerechnet. Auch spannend.
Innenstadt: Im Landkreis Böblingen messen fünf Kommunen seit Herbst 2024 die Passantenströme über anonymisierte Mobilfunksignale. Der Leonberger Pferdemarkt bringt über 30.000 Menschen in die Stadt, Feste und Wochenmärkte ziehen überall am stärksten. Die IHK schreibt aber auch dazu: Mehr Besucher heißen nicht automatisch mehr Umsatz. Bundesweit zählt der Anbieter Hystreet mit Laserscannern in rund 110 Städten.
Wasser: Schwerte hat nach dem Hochwasser 2021 kleine Bäche mit Pegelsensoren ausgestattet. Steigt das Wasser über eine kritische Marke, wird die Bereitschaft alarmiert. Beim Weihnachtshochwasser 2023 haben die Leute von der Stadtentwässerung deshalb mehrfach eine Rohrunterführung am Elsebach freigeräumt. So jedenfalls erzählen es die Stadtwerke.
Müll: In München gab es einen Pilot mit Füllstandsensoren an Altkleidercontainern, die Erfahrungen waren „grundsätzlich positiv“. Dann schalteten die Stadtwerke allerdings ihr Funknetz ab, weil „die Betriebskosten des Netzwerks in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen standen“. Das war es dann.
Parken: Bad Hersfeld hat Sensoren an Laternen und in Parkhäusern mit einem lernenden Modell kombiniert. Ein Nebeneffekt laut Projektbeschreibung: Das Ordnungsamt kann den Parkraum leichter überwachen. Ob das allen Autofahrern gefällt, who knows. Automatisierte Parkraumüberwachung gibt es auch in Magdeburg.
Plattform: Gütersloh hat seine Datenplattform Urban Stack selbst gebaut, weil die Stadt am Markt keine passende Open-Source-Lösung gefunden hat. Inzwischen nutzen sie zehn weitere Kommunen mit. Gefördert wird das bis Ende 2027. Was danach kommt, ist offen. Spannend als Gegenmodell zu Datamatters, weil hier eine Stadt selbst baut und den Code offenlegt.
Was nach der Förderung bleibt
Viele dieser Projekte hängen an Fördergeld. Mit dem Programm Modellprojekte Smart Cities hat der Bund seit 2019 rund 820 Millionen Euro an 73 Kommunen gegeben, die ersten Projekte sind schon ausgelaufen. Die Modellkommunen geben im Monitoring des Bundesbauministeriums an, dass sie über 70 Prozent ihrer Maßnahmen weiterführen wollen. Wollen, wohlgemerkt, das kann man also als eine Willensbekundung verstehen. Ein Fakt ist das deshalb längst nicht. Woran das hängt, hat eine Kurzstudie des BBSR untersucht: Man muss erklären, wozu etwas da ist, zeigen, was es bringt, die Technik anschlussfähig halten, klären, wer den Betrieb übernimmt, und Kosten teilen. Bewusst beenden sei übrigens kein Misserfolg. Christiane Lehmann vom Bitkom hat es kürzlich auf der Smart Country Convention in unserem gemeinsamen Panel so gesagt: Es scheitere nicht an der Technologie, sondern daran, dass sie in den Regelbetrieb kommt.
Und die Rankings? Im Smart City Index des Bitkom liegt in diesem Jahr Stuttgart vorn, vor München und Hamburg. Bewertet werden allerdings nur die 83 Großstädte. Hürth, Dülmen oder Lüdinghausen tauchen da gar nicht auf, also genau die Städte, von denen Trauth sagt, dass sie im Schatten stehen.
Mein Eindruck nach diesen Recherchen: Die Technik ist da, Sensoren gibt es, wie Trauth sagt, im Regal. Wo es funktioniert, wie in Schwerte, hängt es an einem ganz konkreten Problem. Wo es scheitert, wie in München, an den Betriebskosten. Und Gieß den Kiez zeigt, dass Mitmachen auch ohne Sensor geht. Vielleicht ist ein Baum, mit dem Kinder chatten, gar keine so schlechte Idee, um beides zusammenzubringen.
TEIL 3 · DIESE WOCHE
Was mir aufgefallen ist
Ein paar Sachen, die ich diese Woche gelesen habe und nicht einfach wegklicken wollte. Kurz und mit Link, und ehrlich gesagt auch ein bisschen als Merkzettel für mich selbst. Auch diese Rubrik ist neu.
Deutschland-App: Das Handelsblatt hat berichtet, die App liege hinter dem Zeitplan. Das Digitalministerium widerspricht, die Zeitung beziehe sich auf veraltete Unterlagen. Was das Ministerium offiziell sagt: Es gibt einen Prototyp mit T-Systems als Generalunternehmer, getestet wird in Dortmund, Dresden, Erfurt, Hamburg, Nürnberg und Wiesbaden. Erst kommt ein Proof of Concept, dann ein Minimum Viable Product, danach optional bis zu zwölf Monate Pilotbetrieb. Auf LinkedIn hatte Ismet Koyun von Kobil übrigens angekündigt, dass er zu Dezember eine eigene Deutschland-App auf den Markt bringen wolle. Hier geht es zur PAPIERSTAU-Ausgabe mit ihm.
ITZ Bund: Der IT-Dienstleister des Bundes soll ins Digitalministerium wechseln und ab 2028 auch Ländern und Kommunen Dienste verkaufen dürfen, steht in einem Referentenentwurf. Die Bundesverwaltung soll Basisdienste des ITZ künftig abnehmen müssen. Die Zahl, die mir hängen geblieben ist: Die E-Akte des ITZ Bund nutzen im Schnitt nur 27 Prozent der Bundesverwaltung. Wie das auf dem kommunalen Markt laufen soll, da bin ich mal gespannt.
PHP-Lücke: Nach der BSI-Warnung vor „PHP2Shell“ haben vergangene Woche zahlreiche Kommunen ihre Websites vorsorglich vom Netz genommen, von Mainz über Dresden bis Düsseldorf. Komm.One in Baden-Württemberg hat gleich alle PHP-Anwendungen seiner Kunden heruntergefahren. Erfolgreiche Angriffe auf Kommunen sind bisher nicht bekannt. Ich lese daraus zweierlei: Die Leute reagieren schnell. Und eine einzige Lücke reicht, damit in halb Deutschland die Rathaus-Websites dunkel sind.
E-Mail-Server: Forscher der TH Nürnberg haben sich 11.000 kommunale E-Mail-Domains angeschaut. Gut 87 Prozent laufen bei heimischen Anbietern, nur 7,2 Prozent bei US-Clouds, am meisten noch in Bayern mit 18,7 Prozent. Bei der Sicherheit sieht es schlechter aus: Den Schutz gegen gefälschte Absender haben nur 17 Prozent wirklich scharf gestellt.
OZG-Altlasten: Sechs weitere Länder sind im Programm Flächendeckung des Digitalministeriums, nämlich Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Sie haben bis Ende Juni 2027 Zeit, fünf selbst gewählte Leistungen in ihren Kommunen auszurollen, der Bund bezahlt dafür Roll-in-Teams.
Register: AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport wollen gemeinsam eine Plattform bauen, über die Kommunen ihre Register an das Once-Only-System NOOTS anschließen können. Grundlage ist eine Open-Source-Lösung von adesso, die Schleswig-Holstein beauftragt hat. Vier große kommunale IT-Dienstleister, die etwas zusammen machen statt jeder für sich, das liest man nicht so oft. Einen Zeitplan gibt es allerdings noch nicht.
Digitalservice: Beim Digitalservice des Bundes wechselt die Spitze. CEO Christina Rieke Lang ist bis voraussichtlich April 2027 im Mutterschutz, ab 16. November übernimmt Marcus W. Mosen als Interim-Chef, früher bei Concardis und zuletzt Interim-Chef von N26. COO Magdalena Zadara rückt in die Geschäftsführung auf, Finanzchefin Anja Theurer ist gegangen.
KI-Agenten: Wer haftet, wenn eine KI in der Behörde Fehler macht? Die Behördenleitung, sagt BMDS-Staatssekretär Markus Richter. Er habe trotzdem besser geschlafen, weil die KI weniger Fehler mache als Menschen, die Dutzende Leitz-Ordner durchlesen müssen. Anke Domscheidt-Berg hielt dagegen und fragte, warum das BSI solche Systeme nicht vorher auf Sicherheitslücken prüft. Ich glaube, diese Debatte werden wir noch oft führen.
Amtsfunk: Die Austauschplattform für Leute aus der Verwaltung hat seit dem Start im Mai mehr als 1.300 Anmeldungen und über 800 Mitglieder, jetzt gibt es einen Beirat.
Schnelles Gründen: Für Tagesspiegel Background habe ich nachgefragt, wie es beim „Gründen in 24 Stunden“ läuft. Bis Mitte Oktober gab es über alle Pilotstandorte 70 Gründungen. Schneller geht es bisher auch nicht, geändert hat sich vor allem der Eingang, nicht die Abläufe dahinter.
Was ist euch diese Woche aufgefallen?
TEIL 4 · IN EIGENER SACHE
Eine Frage noch:
Ihr wisst inzwischen, dass sich durch fast alle meine Gespräche ein Muster zieht. Die Unternehmen, mit denen ich rede, haben ein Produkt, sie wissen, dass die Verwaltung es braucht, und dann warten sie. Manchmal ewig. Oft, weil in den Ämtern schlicht niemand weiß, dass es solche Lösungen überhaupt gibt. Ich habe bisher noch kein Unternehmen getroffen, bei dem der Weg ins Rathaus oder zur Behörde kurz war. Mal gab es auch schnelle Sales, aber das ist eben nicht die Regel. Ich frage mich daher seit einer Weile, ob PAPIERSTAU da mehr leisten kann, als nur darüber zu schreiben.
Deshalb eine Idee, über die ich gerade nachdenke, und zu der ich gern eure Meinung abfragen möchte. Was wäre, wenn es im kommenden Jahr eine Konferenz von/mit PAPIERSTAU gäbe? Ich bringe die Unternehmen mit, über die ich hier schreibe, und auf der anderen Seite sitzen die Kommunen, für die sie ihre Lösungen bauen. Die Unternehmen würden einen kleinen Beitrag zahlen, um sich vorstellen zu können. Ehrlich gesagt bin ich da selbst noch hin- und hergerissen, denn PAPIERSTAU soll kein PR-Kanal werden, aber gerade ist es ja auch nur eine Idee. Ich glaube aber, dass so ein Tag beiden Seiten mehr bringen kann als die zwanzigste Messe mit Standpersonal und Kugelschreibern.
Würdet ihr so eine Konferenz besuchen? Als Unternehmen, um zu pitchen, oder als Verwaltung, um zu schauen, was es gibt? Und welches Ergebnis müsste am Ende eines solchen Tages stehen, damit ihr sagt, jap, hat sich gelohnt?
Ihr seht, das hier ist die bisher ausführlichste Ausgabe von PAPIERSTAU geworden. Ich bin deshalb extrem gespannt, wie sie euch gefällt. Bitte schreibt mir euer Feedback.
Danke und schönes Wochenende!

